Rasante Aufhohljagt von Heil/Plößel beim Worldcup in Melbourne

Erik und Tomi bei ihrer Aufhohljagt in Melbourne

 

Wir haben das vierwöchige Training in Fremantle / Perth absolviert und nach einem „nur“  knapp über drei Stunden dauernden Flug Melbourne erreicht. Interessanterweise mussten wir während dieser Reise kein einziges Mal unseren Pass vorzeigen. Es kam uns ein bisschen vor wie Busfahren– mal eben von der West- an die Ostküste. Aber wie wir erfuhren haben die Australier eine ganz andere Relation zu Distanzen. Einmal fragten wir einen Einheimischen nach dem Weg zu einem Ort weiter nördlich: „Ah, just go down the road.“ – „How far is it approximately?“ – „Not far, maybe 800 kilometres.“ Den Abschluss unseres Aufenthaltes in Australien bildete nun der erste Worldcup der beginnenden Saison: Die Sail Melbourne Regatta. Wir hatten uns vorgenommen bei diesem Event unser Bestes zu geben und nicht besonders auf bestimmte Situationen zu achten. Wir wollten sehen wo wir zu Konkurrenz stehen.

Nach den ersten beiden Tagen der Regatta mussten wir uns eingestehen, dass wir noch viele unnötige Fehler machen, die uns wertvolle Punkte kosteten. Wir waren auf dem 14 Platz von 22 Teilnehmern und es lagen noch drei Qualifikationstage vor uns, um unter die ersten 10 und damit in das Medalrace am letzten Tag zu kommen. Am folgen Tag stürmte es und die Wettfahrtleitung brach alle Rennen schon sehr früh ab. Also nur noch zwei Tage für uns. Wir mussten entspannt bleiben, uns nicht zu sehr unter Druck setzen für die kommenden Rennen. Zu diesem Zeitpunkt wussten wir nicht, dass es eine regelrechte Aufholjagt werden würde. An den kommenden zwei Tagen fuhren wir konstant Ergebnisse unter den Top 8 ein und erreichten als neunte das Medalrace. Zudem hatten wir eine perfekte Ausgangsposition. Nach hinten über zehn Punkte Puffer, aber bis zu Platz sechs nur vier Punkte aufzuholen. Unsere Taktik für dieses letzte Rennen, welches auch noch doppelt gewertet wird, war also maximaler Angriff. Es sollte spannend werden.

Am Start vom Medalrace ging es heiß her. Die führenden Teams kämpften bereits zwei Minuten vor dem Start um die Position, was bei vier Windstärken im 49er kein Zuckerschlecken ist. Wir hielten uns raus und fuhren unsere eigene Taktik auf die linke Seite. An der ersten Wendemarke lagen wir auf Platz fünf, erstmal gar nicht schlecht. Während der nächsten Runden konnten wir auf der linken Seite des Kurses mit mehr Wind ein weiteres Boot überholen. Auf dem letzten Schlag zum Ziel hatten wir sehr guten Speed und holten noch ein Boot auf. Dritter im Medalrace, das war ein sehr gutes Ergebnis. Doch wussten wir noch nicht, wo wir insgesamt lagen. An Land sahen wir dann, dass wir es geschafft hatten. Insgesamt Platz sechs mit nur wenigen Punkten auf den 7. und 8. – ein gelungener Abschluss für uns.

Wir hatten eine wirklich schöne und lehrreiche Zeit in down under, freuen uns aber auf das Weihnachtsfest im Kreise der Familie. Jetzt können wir nur hoffen, dass wir trotz des Schneechaos heil und pünktlich in Deutschland ankommen.

Ein frohes Fest wünschen euch Erik und Tomi

 

Erik und Tomi berichten über die erste Woche, gebrochener Mast, Haie und viel Sonne

 

Die erste Segelwoche hier in Australien ist nun vorbei und wir möchten euch über die News informieren. Nach zweitägigem Regen haben wir hie nun das typisch australische Wetter: Sonne und viel Wind. Der Wind kommt meist so ab 11 Uhr und schlägt schnell auf der ganzen Bucht ein. Davor haben wir meistens ablandigen Wind, der sehr drehend ist. In drei Tagen beginnt die Regatta „ International Regatta Perth“, bei der wir eher im Bereich der drehenden Winde segeln werden. Das segeln selbst war hier bislang sehr schön. Wir haben immer noch etwas Respekt vor den Haien hier. Vor allem, nachdem wir hier von unseren Segelkollegen ein Video zugespielt bekommen haben, worin an einem unserer Segeltage ein Wal von riesigen Weißen Haien zerfressen wurde und das zeitgleich nur 5km von uns entfernt. Wir sind hier schon oft gekentert, Haie selbst haben wir zum Glück noch nicht erlebt. Trotz alledem haben wir hier traumhafte Bedingungen, das Wasser schimmert in grün/blauen Farben und die Sonne verschafft dem ganzen eine wunderschöne Optik.


Bei den Vielwindbedingungen haben wir bislang, trotz dem Verschleiß eines Mastes, sehr positive Erfahrungen gemacht und sind in Vergleichen zu Konkurrenten sehr gut gewesen.  Hingegen konnten wir bei Leichtwind und Mittelwind noch nicht zu Höchstform auflaufen.  Eine weitere tolle Erfahrung haben wir Vorgestern erlebt, als Delfine vor und neben unserem Boot ihre Sprünge gemacht haben. In solchen Momenten kann man jedes Training, sei es auch anstrengen und müßig, genießen. In der nächsten Woche wird am Mittwoch die Regatta beginnen. Es wird zunächst zwei Qualifikationstage geben, danach wird in Gold und Silberfleet aufgeteilt und zwei Tage lang in der Finalserie gesegelt. Am fünften Tag wir das Medalrace (Rennen der Top 10) ausgesegelt. Wir werden in den nächsten Tagen noch einige Male aufs Wasser gehen und unser altes Boot noch einmal versuchen optimal herzurichten und freuen uns dann auf den Wettkampf.

 

 Beste Grüße Erik und Tomi

49er show in Perth

International Regatta Perth, Erik und Thomas Berichten

 

Aufgaben abgearbeitet, trotzdem war mehr drin!
Perth, 21.11.2010

 

Die International Regatta in Perth ist nun beendet und wir schauen mit verschiedenen Gefühlen zurück auf das Event. Zum Einen haben wir unsere Zielsetzungen,die uns vor der Regatta auferlegt wurden erfüllt, jedoch sind wir insgesamt mit dem Ergebnis doch recht unzufrieden. Unsere Ziele waren das konservative segeln auszubauen und generell uns in schwierige Situationen, wie heikle Starts… zu manövrieren. Das ist uns auch Größtenteils gelungen. Jedoch hat sich das auf die esamtplatzierung ausgewirkt. Mit Platz 22 von 34 in einem zwar sehr gut besetztem Feld können wir trotz unseres aufgabenorientierten segeln nicht zufrieden sein uns werden nun noch „eine Schippe rauflegen“ damit wir bei dem ersten Worldcup, der Sail Melbourne, mit einem schönen Weihnachtsgeschenk nach Hause fahren. 

Wir konnten sehr viel aus der Regatta mitnehmen und sind zusammen mit unseren Trainingspartnern 100% motiviert. Wir haben nun versucht Verbesserungen für die Effektivität unseres Trainings zu finden und hoffen dadurch, bis in drei Wochen, noch einen Schritt machen zu können. Morgen ist ein freier Tag angesetzt, wo wir nach Pinguin Island fahren werden :-) und  uns danach bei eher Vielwindbedingungen wieder dem Training widmen. Wir versuchen uns intensiver mit den internationalen Topteams abzustimmen, um da noch einige Tricks und Wissen zu gewinnen. Insgesamt war die Einstimmungsregatta hier in Perth eine tolle Veranstaltung, bei der wir viele Erfahrungen sammeln konnten.

Bis bald und beste Grüße aus „Down under“
Erik und Thomas

 

 

Nächste Termine

01.01.-01.01.2018 Alpenland Trophy (Chiemsee)
28.04.-29.04.2018 Skiffmana (Ammersee)
10.05.-13.05.2018 Traunseewoche (AUT - Traunsee)